Fastenwandern NRW

Über das Fasten nach Dr. Buchinger

Wie funktioniert Fasten für Gesunde nach Dr. Buchinger / Dr. Lützner?

Fasten ist nicht Hungern oder Leiden! Fasten in ein biologischer Mechanismus, den der Körper von jeher kennt und der ganz automatisch abläuft. Wer richtig fastet, verspürt keinen Hunger.

 

Wir leben in einer Zeit des Überflusses, in der die meisten Menschen viel zu viel, viel zu häufig und viel zu ungesund essen und auch der Weg zur Nahrung muss nicht mehr mit viel Aufwand im Schweiße unseres Angesichts bewältigt werden, sondern es reicht der Weg zum Supermarkt bzw. zum Kühlschrank. Durch dieses Ungleichgewicht schleichen sich die sogenannten Zivilisationskrankheiten in unser Leben, ganz nach dem Motto „Du bist, was und wie du isst“. Um dem vorzubeugen und den Einstieg in eine gesündere Lebensweise zu finden, nutzen viele Menschen das Fasten um den Körper quasi einmal general zu überholen und neu zu starten.

 

Das Fasten für Gesunde geht auf das länger andauernde Heilfasten zurück, mit welchem der Begründer Dr. Otto Buchinger selbst Linderung von schwerem Gelenkrheuma erfuhr. Fasten soll die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren und so präventiv in Bezug auf verschiedenste Krankheiten wirken.

 

Der Unterschied zu Reduktionsdiäten ist groß. Da der Körper beim Fasten auf feste Nahrung verzichtet und auf die „innere Versorgung“ umstellt sowie seine Verdauung einstellt, d.h. keine Verdauungssäfte produziert, sendet er auch keine Hungersignale und versorgt sich auf geniale Weise selbst. Bei einer Diät führt man dem Körper weiterhin Nahrung zu, d.h. er bleibt im Modus „Versorgung von außen“ und wartet stets auf Essensnachschub, da er sich vorbereitet und Verdauungssäfte produziert hat. Kommt diese Nahrung nun nicht oder nur reduziert, sendet er Hunger und rebelliert mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel. Es ist also ungleich leichter zu fasten!

Das endgültige Signal zur Umschaltung von äußerer auf innere Versorgung geschieht durch die vollständige Entleerung des Darms. Diese, meist durch „Glaubern“ erreichte, Entleerung ist wichtig, um Reste der Verdauung aus dem Darm zu spülen, die somit nicht mehr gären können oder Hungergefühle erzeugen. Die weitere Darmentleerung wird mit regelmäßigen Einläufen vorgenommen. Die Fastentage sollten so gut zu bewältigen sein und wenn man die anschließenden Aufbautage optimal nutzt, ist dies ein guter Start in ein gesünderes Leben.

 

Durch das Fasten regeneriert sich u.a. der Magen-Darm-Trakt, die Leber wird leistungsfähiger, die Bauchspeicheldrüse wird entlastet und kann sich regenerieren, es bilden sich neue Gehirnzellen und Cholesterin-, Blutdruck,- sowie Harnsäurewerte verbessern sich. Weiterhin verschwindet das eine oder andere überflüssige Pfund und der Mensch fühlt sich entlastet und gereinigt.

 

Die moderate Bewegung beim Fastenwandern unterstützt das Fasten optimal, da es zur Ausleitung der Giftstoffe beiträgt und den Kopf frei macht. Entspannungs-und Ruhephasen sind ebenfalls wichtig wie z.B. der tägliche Leberwickel. Hier wird die Leber intensiv bei ihrer Entgiftungsarbeit unterstützt.

 

Fasten in der Gruppe unter Anleitung eines Fastenleiters ist oftmals leichter als alleine zu fasten. Es finden sich nette Gespräche und es ist immer ein Ansprechpartner vorhanden. Alle erleben eine ähnliche oder dieselbe Erfahrung und man kann sich austauschen und stützen, wenn nötig. Natürlich kommt gemeinsam auch der Spaß nicht zu kurz!

 

Literatur zum Weiterlesen: Dr. med. Hellmut Lützner - "Wie neugeboren durch Fasten" - GU, ISBN: 9783833834103